Der Goldpreis wird von Zentralbanken gestützt, die weiter kaufen

Veröffentlicht am:
15.4.2026

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Der Goldpreis wird von Zentralbanken unterstützt, die weiterhin aktiv kaufen

Seit dem Höchststand im Januar hatte es Gold deutlich schwerer. Das ist schwächer Preisbewegungen Auf den ersten Blick mag es wie ein Zeichen dafür erscheinen, dass der Markt an Dynamik verliert, aber unter der Oberfläche bleibt eine wichtige Säule einfach intakt: Die Zentralbanken kaufen immer noch Nettogold.

Und das ist von grundlegender Bedeutung. Denn in den letzten Jahren waren die Zentralbanken eine der wichtigsten strukturellen Quellen der Goldnachfrage.

Gold kühlt sich nach einem starken Jahresstart ab

Nach dem Gipfeltreffen im Januar Goldpreis fange an, dich weniger überzeugend zu bewegen. Dies entspricht einem Markt, der nach einem starken Anstieg vorübergehend wieder zu Atem kommt. Darüber hinaus stellen wir fest, dass die Zentralbanken ebenso wie andere Käufer nicht völlig blind für den Preis sind. Wenn Gold stark steigt, könnte sich das Tempo der Käufe etwas verlangsamen.

Schwächere Preisbewegungen bedeuten jedoch nicht automatisch, dass die fundamentale Unterstützung unter Gold verschwunden ist. Im Gegenteil: Die Ziffern Der Februar zeigt hingegen, dass die Zentralbanken nach einem ruhigen Monat Januar wieder deutlich aktiver geworden sind.

Darüber hinaus sollten wir die Schwäche von Gold nicht übertreiben. Nach den extremen Anstiegen des vergangenen Jahres ist eine kurze Verschnaufpause nicht sofort katastrophal. Selbst wenn wir die Performance der letzten drei Monate betrachten, weist Gold immer noch eine positive Rendite von 3,83 Prozent auf.

Darüber hinaus stützten der 200-Tage-Kursdurchschnitt (blau) und der exponentielle 200-Tage-Preisdurchschnitt (rot) den Goldpreis im März stark.

Der Goldpreis erholt sich von wichtigen Durchschnittswerten. Quelle: TradingView

Die Zentralbanken kauften im Februar netto 27 Tonnen Gold

Nach Angaben des World Gold Council kauften die Zentralbanken im Februar netto 27 Tonnen Gold. Infolgedessen war der Februar deutlich stärker als der Januar, als die Aktivität vorübergehend zurückging. Das Februar-Niveau entspricht ebenfalls dem monatlichen Durchschnittstempo von 2025.

Die Zentralbanken wurden im Februar wieder aktiver auf dem Goldmarkt. Quelle: Weltgoldrat

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 beläuft sich der Nettoeinkauf somit auf 31 Tonnen. Das ist weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als die Zentralbanken bereits 50 Tonnen zusammengenommen hatten, aber es bestätigt, dass Gold weiterhin eine strategische Rolle in der Reservepolitik spielt.

Polen sticht als größter Käufer hervor

Der Hauptabnehmer im Februar war die polnische Zentralbank, die die Reserven um 20 Tonnen erhöhte. Damit erhöhte Polen seinen gesamten Goldvorrat auf 570 Tonnen, was rund 31 Prozent der gesamten Reserven entspricht.

Das ist bedeutsam. Polen ist seit geraumer Zeit einer der beständigsten Käufer auf dem Goldmarkt und zeigt erneut, dass es Gold als strukturellen Bestandteil seines finanziellen Puffers betrachtet. Die Tatsache, dass sich die polnische Zentralbank sogar ein Ziel von 700 Tonnen Gold gesetzt hat, zeigt, wie ernst diese Politik ist.

China, Usbekistan und andere Zentralbanken machen ebenfalls weiter

Neben Polen blieben auch andere namhafte Käufer aktiv. Usbekistan fügte 8 Tonnen hinzu und verzeichnet nun fünf Monate in Folge Käufe. Kasachstan kaufte ebenfalls 8 Tonnen. Die Tschechische Republik, Malaysia, China und Kambodscha fügten ebenfalls Gold hinzu.

Besonders auffällig sind die laufenden Kaufserien. In der Tschechischen Republik wurden nun 36 Monate in Folge Käufe getätigt. China hat nun sechzehn Monate in Folge Gold gekauft. Solche Serien sind wichtig, weil sie zeigen, dass Gold für diese Zentralbanken kein schneller Handel ist, sondern eine strategische Entscheidung.

Verkäufer ändern das Gesamtbild nicht

Im Februar gab es auch einige Verkäufer gegenüber Käufern. Die Türkei verzeichnete den größten Rückgang um 8 Tonnen, gefolgt von Russland mit 6 Tonnen. Im Fall der Türkei scheint dies dem Text zufolge hauptsächlich mit dem Liquiditätsmanagement und Devisentransaktionen zu tun zu haben.

Es ist wichtig, dass dies nicht automatisch bedeutet, dass Gold als Reserveanlage in Ungnade fällt. Insbesondere im Fall der Türkei scheint es sich eher um eine vorübergehende Verwendung von Gold zu Finanzierungs- und Swapzwecken zu handeln. Die türkische Zentralbank selbst wies auch darauf hin, dass ein erheblicher Teil dieser Transaktionen später wieder in Reserven fließen kann.

Afrika und Schwellenländer zeigen neues Interesse

Eine zweite wichtige Entwicklung ist, dass immer mehr Zentralbanken in Schwellenländern Gold als strategisches Diversifikationsinstrument betrachten. Uganda und Kenia sind Beispiele für Länder, in denen Interesse besteht in Gold investieren erhöht sich.

Dies ist auf lange Sicht grundsätzlich positiv. Je breiter die Gruppe der offiziellen Käufer wird, desto stärker ist die strukturelle Nachfragebasis für Gold. Vor allem in einer Welt, in der viele Länder weniger von traditionellen Reservewährungen abhängig sein wollen und anfälliger für Risiken im internationalen Finanzsystem geworden sind, bleibt Gold eine logische Wahl.

Die Botschaft lautet also: Die schwache Preisbewegung seit Januar verdient Aufmerksamkeit, bedeutet aber nicht alles. Kurzfristig kann Gold sich am besten korrigieren oder konsolidieren, insbesondere nach einem starken Anstieg. Aber auf fundamentaler Ebene bleibt eine der wichtigsten Nachfragequellen einfach präsent.

Die Tatsache, dass die Zentralbanken im Februar wieder eindeutig Netto-Kupfer waren, zeigt, dass Gold für offizielle Institutionen immer noch eine strategische Rolle spielt.

Fazit

Die Zentralbanken kaufen weiterhin Gold und legen damit trotz der jüngsten Abkühlung einen festen Boden unter den Preis. Angesichts der starken und anhaltenden Nachfrage bleibt Gold eine attraktive und strategische langfristige Investition.

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