Goldpreis +5,03% YTD | Marktupdate Mai 2026

Veröffentlicht am:
26.5.2026

Inhaltsverzeichnis

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleiben Sie über alles, was Sie über Investitionen wissen müssen, informiert.

Vielen Dank! Ihre Anmeldung wurde erfolgreich verarbeitet.
Hoppla! Beim Absenden Ihrer Anfrage ist etwas schiefgegangen. Bitte versuchen Sie es erneut.

Marktaktualisierung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, willkommen zum aktuellen Newsletter von GoldRepublic! In nur fünf Minuten bringen wir Sie auf den neuesten Stand der aktuellen Edelmetallpreise und der wichtigsten Nachrichten, die Ihre Edelmetallinvestitionen betreffen. Verpassen Sie diese wertvollen Einblicke nicht!

1. Energiepreise treiben die Inflation weiter an

Die Sorgen über die Inflation nehmen weltweit erneut deutlich zu. Ein Ende des Konflikts im Nahen Osten ist weiterhin nicht in Sicht, wodurch die Öl- und Gaspreise hoch bleiben. Zudem wachsen die Sorgen über steigende Lebensmittelpreise, unter anderem aufgrund höherer Kosten für Düngemittel und Transport.

Die Zentralbanken warnen zunehmend davor, dass weitere Zinserhöhungen notwendig werden könnten, falls sich die Lage nicht bald verbessert. Das ist bemerkenswert, da Zentralbanken gegen Inflation, die hauptsächlich durch Krieg, Energiepreise und geopolitische Spannungen verursacht wird, nur wenig ausrichten können.

Die Inflation in der Eurozone stieg im April weiter von 2,6 % auf 3,0 %. Vor allem höhere Transportkosten und Energierechnungen trieben den Anstieg an. Steigende Benzinpreise wirken sich damit immer deutlicher auf die Gesamtwirtschaft aus.

Im Vereinigten Königreich fiel die Inflation hingegen überraschend deutlich. Die Verbraucherpreisinflation lag im April bei 2,8 %, verglichen mit 3,3 % im Vormonat. Auch die Dienstleistungsinflation sank auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2022.

Allerdings wirkt dieses Bild besser, als es tatsächlich ist. Der Rückgang war größtenteils auf temporäre Effekte und staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Energiekosten zurückzuführen. Aufgrund des britischen Systems von Energiepreisdeckeln wirken höhere Energiepreise zudem zeitverzögert.

Ab Juli droht daher bereits wieder ein deutlicher Anstieg der Energiekosten. Die Bank of England erwartet deshalb, dass die Inflation im Laufe des Jahres erneut steigen wird.

2. Weltweite Anleiherenditen steigen weiter

Die Anleihemärkte stehen weiterhin unter starkem Druck. Weltweit steigen die langfristigen Renditen deutlich an — verursacht durch höhere Energiepreise, steigende Inflationserwartungen und Sorgen über wachsende Staatsdefizite.

Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen nähert sich inzwischen Niveaus, die zuletzt im Jahr 2007 erreicht wurden. Einige große Investmentbanken warnen sogar vor Renditen von über 5,5 %.

Auffällig ist zudem, dass große institutionelle Investoren zunehmend skeptisch gegenüber Staatsanleihen werden. BlackRock empfiehlt Anlegern inzwischen, ihre Positionen in Staatsanleihen entwickelter Länder zu reduzieren und stattdessen stärker auf Aktien zu setzen.

Damit gerät die Vorstellung, dass Anleihen in unsicheren Zeiten automatisch Schutz bieten, erneut unter Druck.

3. China ruft zur Ruhe auf

China versucht sich derweil verstärkt als diplomatische Kraft zu positionieren. Bei Gesprächen mit Wladimir Putin betonte Präsident Xi Jinping, dass eine erneute Eskalation des Krieges unbedingt verhindert werden müsse.

Laut Xi sei ein vollständiger Waffenstillstand notwendig, und Verhandlungen blieben die einzige realistische Lösung. Dies zeigt zugleich, wie groß Chinas wirtschaftliche Interessen in der Region sind, da das Land stark von stabilen Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängig ist. Gleichzeitig bleibt die Lage äußerst fragil.

4. Gefahr einer weiteren Eskalation bleibt hoch

Iran warnte in dieser Woche, dass neue Angriffe der USA oder Israels nicht länger auf den Nahen Osten beschränkt bleiben würden. Damit wächst die Gefahr einer weiteren Eskalation erneut.

Trump drohte derweil mit neuen Angriffen, falls Iran keine weiteren Zugeständnisse beim Atomprogramm und der Straße von Hormus macht. Die Rhetorik auf beiden Seiten bleibt somit weiterhin scharf — trotz des früheren Waffenstillstands.

Dadurch bleibt das Risiko neuer Turbulenzen an den Energie- und Finanzmärkten hoch.

5. NATO diskutiert mögliches Eingreifen

Innerhalb der NATO wird inzwischen offen über eine mögliche Mission diskutiert, um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu begleiten, falls die Blockade anhält.

Zwar gibt es dafür bislang noch keine vollständige Unterstützung, doch allein die Tatsache, dass diese Diskussion nun ernsthaft geführt wird, zeigt die enorme Bedeutung der Situation für die Weltwirtschaft.

Rund ein Fünftel aller weltweiten Öl- und LNG-Transporte verläuft über diese Route. Je länger die Unsicherheit anhält, desto größer könnten die wirtschaftlichen Folgen werden.

Macroscopic: Francis Hunt

Francis Hunt, auch bekannt als The Market Sniper, ist zurück und erklärt, warum Silber seiner Meinung nach der wichtigste Trade dieses Marktzyklus werden könnte. In dieser Folge spricht er darüber, weshalb sein Kursziel von 330 US-Dollar pro Unze Silber weiterhin Bestand hat, und analysiert das sogenannte „Trump Trauma Triangle“ — den zunehmenden Druck zwischen Öl, Anleihen und Gold, der die Finanzmärkte immer stärker einengt.

Außerdem spricht er über Chinas massive Silberkäufe, das sich schließende „Discount Window“ bei Edelmetallen und warum er die Schuldenmärkte als eine kontrollierte Sprengung betrachtet. Darüber hinaus geht es um Europas Exit-Steuern, unrealisierte Kapitalgewinne und den zunehmenden Druck auf Privateigentum. Auch Gold, Kupfer und Uran kommen zur Sprache, ebenso wie die Zukunft von Fiat-Währungen, der Federal Reserve und der globalen Finanzmärkte.

Fazit

Gold steigt 5,03% YTD auf €124.828/kg – während die Inflation zunimmt und die weltweiten Zinsen steigen. Lesen Sie das GoldRepublic Marktupdate vom 26. Mai 2026 und erfahren Sie, was das für Ihre Anlage bedeutet.

Jeroen Blokland

Jeroen Blokland ist seit über 20 Jahren professioneller Investor und war als ehemaliger Leiter Multi-Asset bei Robeco für ein Kundenvermögen von mehr als fünf Milliarden Euro verantwortlich. Nach seinem Abgang von Robeco gründete er True Insights, eine unabhängige Investment-Research-Plattform, und ist seitdem als Kolumnist, YouTuber und gefragter Redner tätig. Mit über 100.000 Followern auf X gehört er zu den bekanntesten Stimmen im niederländischen Finanzwesen. Für GoldRepublic schreibt er über Makroökonomie, Märkte und die Rolle von Gold in einem diversifizierten Portfolio.