20% RABATT AUF TRANSAKTIONSKOSTEN · CODE: URLAUBSGELD   
Veröffentlicht am:
17.7.2026

Inhaltsverzeichnis

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleiben Sie über alles, was Sie über Investitionen wissen müssen, informiert.

Vielen Dank! Ihre Anmeldung wurde erfolgreich verarbeitet.
Hoppla! Beim Absenden Ihrer Anfrage ist etwas schiefgegangen. Bitte versuchen Sie es erneut.

Silberpreis nähert sich attraktiven Niveaus

Nach dem enormen Kursanstieg und dem Silberrausch im Januar ist das Edelmetall etwas in Vergessenheit geraten. Die gesamte Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten galt KI-Aktien, die in den vergangenen Monaten extreme Renditen erzielten. Nun sehen wir jedoch, wie Chipaktien deutlich korrigieren.

Dafür lassen sich mehrere Gründe anführen:

  • Anleger nehmen nach einer Phase starker Kursanstiege Gewinne mit.
  • Der Markt zweifelt daran, inwieweit die Tech-Giganten die enormen KI-Investitionen kurzfristig wieder hereinholen können.
  • Der Anstieg der Anleiherenditen bedeutet, dass die Kapitalkosten für die Investitionen steigen und die Messlatte noch höher liegt.
  • Der Iran-Krieg sorgt für Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank, die in den kommenden Monaten möglicherweise strenger vorgehen muss als erhofft.
  • Mit Kimi-K3 ist aus China erneut ein extrem starkes KI-Modell auf den Markt gekommen, das mit den Spitzenmodellen aus den USA konkurrieren zu können scheint. Dadurch macht sich der Markt erneut Sorgen über einen "DeepSeek-Moment".

Obwohl der Silberpreis noch immer nach einem Boden sucht, kann das durchaus Chancen für eine Kapitalrotation bieten. Das heißt: eine Phase, in der Anleger Gewinne bei ihren KI-Investitionen mitnehmen und nach Vermögenswerten suchen, die günstiger bewertet sind.

Silber wird für Anleger attraktiver

Theoretisch ist Silber in den vergangenen Wochen für Anleger deutlich attraktiver geworden. Die folgende Grafik enthält mehrere Signale, die darauf hindeuten, dass sich der Silberpreis in einer interessanten Zone befindet.

Zunächst sehen wir, dass sich der Silberkurs in Richtung der fallenden Trendlinie bewegt, die vom lokalen Tief vom 6. Februar ausgeht. Bislang fand Silber an diesem Punkt jedes Mal Unterstützung. Nun fällt diese Linie jedoch mit dem Doppel-Top von Oktober und November zusammen, dargestellt durch die horizontale weiße Linie.

Mehrere interessante Signale kommen beim Silberpreis zusammen. Quelle: TradingView
Mehrere interessante Signale kommen beim Silberpreis zusammen. Quelle: TradingView

Gleichzeitig bildete der Relative-Stärke-Index (RSI, unteres Feld) ein höheres Tief, während der Kurs im Juli ein niedrigeres Tief verzeichnete. Das zeigt uns, dass der tiefere Kursboden bei Silber mit einem schwächeren Verkaufsmomentum einherging. In der Regel bedeutet diese Entwicklung, dass Verkäufer an Überzeugung verlieren.

Idealerweise möchte man als Silberanleger eine Reaktion rund um die weißen Linien im Chart sehen und anschließend eine Rückeroberung des 21-Tage-exponentiellen gleitenden Durchschnitts bei 60 Dollar, dargestellt durch die gelbe Linie.

Natürlich kann der Silberpreis immer noch tiefer fallen, denn Sicherheit gibt es in der Finanzwelt nicht. Das Einzige, was man als Anleger tun kann, ist, Momente auszuwählen, in denen das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite eher zu den eigenen Gunsten steht. Diese Situation scheint sich nun abzuzeichnen, sofern man an die Zukunft von Silber als monetäres und industrielles Metall glaubt.

Ein wichtiges Detail ist, dass die Anleiherenditen mitspielen müssen. Durch die Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ist Unsicherheit über die Zinspolitik der US-Notenbank entstanden. Diese Woche erhielten wir aus den USA zwei kühlere Inflationsdaten, die normalerweise für eine Lockerung sorgen würden.

Das war hier jedoch nicht der Fall, weil sich diese Inflationsdaten auf einen Zeitraum bezogen, in dem der Krieg im Iran weniger im Vordergrund stand und der Ölpreis niedriger war. Inzwischen ist der Ölpreis wieder auf rund 85 Dollar pro Barrel gestiegen, und es herrscht vor allem Unsicherheit über den Ausgang der Zinssitzungen im September und Oktober.

Dadurch bleibt der Silberpreis wahrscheinlich gebremst, bis mehr Klarheit über die Zinsen besteht. Höhere Zinsen sind schließlich schlecht für Edelmetalle, und für Silber im Besonderen. Im Gegensatz zum US-Dollar zahlt Silber keine Zinsen, während höhere Zinsen auch Investitionen in den physischen Ausbau der KI-Infrastruktur teurer machen.

Das bremst somit auch den Investitionszyklus, der für Silber als Industrierohstoff wichtig ist. Aus diesem Grund lässt sich sagen, dass für Silber und den gesamten Edelmetallkomplex einige interessante Wochen bis Monate angebrochen sind. Die Kurse werden zunehmend attraktiver für die Investition in Silber, doch auch das makroökonomische Umfeld muss noch mitspielen.

Fazit

Der Silberpreis sucht einen Boden, während KI-Aktien korrigieren. Entdecken Sie, welche technischen Signale auf einen interessanten Einstiegspunkt für Silber hindeuten.

Thom Derks

Thom Derks schreibt für GoldRepublic über Gold, Makroökonomie und Geopolitik. Er studierte Rechtswissenschaften in Leiden und Wirtschaft in Amsterdam. Seine persönliche Faszination für Knappheit und Werterhalt durch Bitcoin und Gold führte ihn in die Welt des Finanzjournalismus. Mit seinem eigenen Newsletter De Geldpers auf Substack erreicht er über 5.800 Abonnenten mit Analysen zu Märkten, Geopolitik und dem Währungssystem.