Gold als Altersvorsorge
Wenn Sie über die finanzielle Gestaltung Ihrer Altersvorsorge nachdenken, denken Sie über etwas nach, das möglicherweise Jahrzehnte in der Zukunft liegt. In einem so langen Zeitraum können äußere Faktoren wie Inflation, sinkende Zinsen und geopolitische Veränderungen dazu führen, dass die Kaufkraft Ihres Vermögens deutlich sinkt.
Physisches Gold spielt eine andere Rolle: nicht unbedingt, um Ihr Vermögen sprunghaft wachsen zu lassen, sondern als Schutz der Kaufkraft, der seinen Wert schon seit vielen Generationen behält. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum Menschen sich für ihre Altersvorsorge für physisches Gold entscheiden, welche Möglichkeiten es gibt, wie viel Gold in ein Portfolio passt und wie es steuerlich und praktisch funktioniert.
Gründe, physisches Gold für Ihre Altersvorsorge zu kaufen
Physisches Gold hat einen besonderen Platz im Altersvorsorge-Portfolio. Diesen Platz können viele andere Formen der Altersvorsorge nicht (vollständig) bieten. Das verdankt Gold drei wesentlichen Eigenschaften:
- Historischer Werterhalt ist die bekannteste. Gold ist für seine Wertbeständigkeit bekannt, wie ein Blick in die Geschichte zeigt. Papiergeld hat in den vergangenen Jahrzehnten durch Inflation langsam an Kaufkraft verloren, während Gold diese Kaufkraft weitgehend behalten hat. Eine Eigenschaft, von der Sie profitieren, wenn Ihr Ruhestand zwanzig, dreißig Jahre oder mehr in der Zukunft liegt.
- Außerdem ist physisches Gold nicht von Institutionen abhängig. Beim Sparguthaben sind Sie immer von den Zinsen und Entscheidungen einer Bank abhängig, und ein Rentenanspruch ist lediglich das Versprechen eines Fonds. Physisches Gold hingegen hängt von keiner Institution ab. Damit ist es ein greifbarer Besitz, der seinen Wert außerhalb des Finanzsystems behält.
- Darüber hinaus sorgt Gold für Risikostreuung. Physisches Gold bewegt sich in vielen Fällen nicht im Gleichschritt mit der Börse, wodurch sich das Risiko innerhalb Ihres Altersvorsorge-Portfolios streuen lässt. Stehen Ihre Aktien unter Druck? Dann kann Gold diesen Schlag abfedern.
Möglichkeiten, Gold für die Altersvorsorge einzusetzen
Wer für die Altersvorsorge „etwas“ mit Gold machen möchte, kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten, in Gold zu investieren, wählen. Grob gibt es drei Varianten: physisches Gold, Gold-ETFs und Aktien von Goldminenunternehmen(Mining Stocks).
Ein Gold-ETF bildet den Goldpreis ab. Sie sind damit nicht Eigentümer von physischem Gold, sondern besitzen einen Anteil an einem Fonds. Bei einer Anlage in Mining Stocks investieren Sie in Unternehmen, die Gold fördern. Deren Kurs hängt vom Goldpreis ab, aber auch vom operativen Geschäft, den Kosten und dem Management.
Sowohl bei einem Gold-ETF als auch bei einer Anlage in Mining Stocks hängt Ihre Rendite von einem Emittenten oder Unternehmen ab. Geht dieser in Konkurs oder schneidet das Unternehmen schlecht ab, wirkt sich das auf Ihre Anlage aus.
Physisches Gold kennt dieses Kontrahentenrisiko nicht. Sie sind direkter Eigentümer, das Gold kann physisch ausgeliefert werden, und zwischen Ihnen und Ihrem Besitz steht weder ein Unternehmen noch ein Fonds. Das ist der Unterschied zwischen echtem Gold und „Papiergold“.
Wie viel Gold passt in ein Altersvorsorge-Portfolio?
Um zu bestimmen, wie viel physisches Gold in Ihr Altersvorsorge-Portfolio passt, kann die Gesamtzusammensetzung Ihres Anlageportfolios betrachtet werden. Untersuchungen des World Gold Council zeigen, dass ein Goldanteil von 2 % bis 10 % in einem gestreuten Portfolio das Verhältnis von Risiko und Rendite verbessern kann. Der genaue Prozentsatz hängt von der Anzahl der Jahre bis zu Ihrem Ruhestand, Ihrem Risikoprofil und Ihrer übrigen Altersvorsorge ab, etwa der gesetzlichen Rente, einer betrieblichen Altersversorgung und einer eventuellen privaten Rentenversicherung.
Wie Sie bereits gelesen haben, ist Gold vor allem ein Wertspeicher und kein Renditemotor. Gold soll Werte erhalten und Risiken streuen, nicht unbedingt Ihr Vermögen vergrößern. Sie können Gold zum Beispiel mit Anlagen kombinieren, die stärker auf Wachstum ausgerichtet sind, etwa Aktien.
GoldRepublic bietet keine Anlageberatung. Besprechen Sie den passenden Prozentsatz mit einem unabhängigen Finanzberater.
Steuerliche Aspekte von Gold und Altersvorsorge
Steuerlich hat physisches Anlagegold einen großen Vorteil: Es ist in der gesamten EU von der Mehrwertsteuer befreit, sofern es die Reinheitsanforderungen erfüllt. Dabei geht es um einen Feingehalt von mindestens 995/1000 bei Barren und mindestens 900/1000 bei Münzen. Sie zahlen also keine Mehrwertsteuer, wenn Sie Anlagegold kaufen, das diese Anforderungen erfüllt.
Sind Sie in den Niederlanden steuerpflichtig und halten das physische Gold privat, fällt es dort in die sogenannte Box 3 und wird auf Basis einer pauschal angenommenen Rendite besteuert. Anders als bei einer Rentenversicherung oder einem gebundenen Altersvorsorgeprodukt gibt es beim Kauf von physischem Gold keinen Steuerabzug. Dem steht volle Flexibilität gegenüber: Ihr Gold ist jederzeit verfügbar.
Für Unternehmer gibt es noch einen weiteren Weg. Über eine Kapitalgesellschaft, etwa eine GmbH oder eine niederländische BV, ist es möglich, physisches Gold im Unternehmen zu halten. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite über Gold für Unternehmen.
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