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Wer früher physisches Gold kaufen wollte, konnte einfach in eine Bankfiliale gehen und Goldbarren erwerben. Das Gold ließ sich im Banktresor lagern und in vielen Fällen auch physisch ausliefern. So waren Sie Eigentümer von physischem Gold.
Doch die Zeiten haben sich geändert. Viele Banken verkaufen kaum noch Goldbarren, und Bankschließfächer sind (fast) verschwunden. Was ist der Grund? Wie sah es früher aus, und welche Möglichkeiten haben Sie heute, physisches Gold zu kaufen?
Die Regulierung rund um Kapitalströme wurde in den letzten zehn Jahren extrem verschärft. Physisches Gold ist für Banken zu einem 'Hochrisikoprodukt' geworden, innerhalb der strengen Vorgaben des Geldwäschegesetzes (GwG) und der EU-Geldwäscherichtlinie.
Die Überprüfung der Herkunft des Goldes beim Ankauf und die Herkunft des Vermögens beim Verkauf bedeuten für Banken einen enormen Verwaltungsaufwand. Auch die Betriebskosten und die Versicherungsprämien für die Lagerung physischer Bestände rechtfertigen für viele Banken die Marge nicht mehr.
Um Strafen der Aufsichtsbehörden zu vermeiden, haben viele Banken den Handel mit physischem Gold deutlich zurückgefahren oder vollständig eingestellt.
Schon 2013/2014 baute die Deutsche Bank ihren Edelmetallhandel deutlich zurück: Kunden mussten ihre physischen Gold- und Silberbestände auflösen, und die Bank gab ihre LBMA-Mitgliedschaft auf. Über bestimmte Kanäle bietet die Deutsche Bank zwar weiterhin Gold an Eigenkunden und kleinere Banken an, doch der breite Filialverkauf von Goldbarren wurde stark eingeschränkt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern bieten Sparkassen in Deutschland nach wie vor physisches Gold an. Die Sparkassen werden dabei von ihren regionalen Landesbanken beliefert, die als Großhändler im Edelmetallmarkt auftreten.
Allerdings ist auch hier ein klarer Trend zu beobachten: Viele Sparkassen verkaufen Gold nur noch auf Bestellung, beziehen es nicht mehr direkt im Filialtresor und verlangen für die Beratung höhere Gebühren. Die Auswahl an Stückelungen ist in den vergangenen Jahren spürbar geschrumpft.
Auch die genossenschaftlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken sind weiterhin im Goldhandel aktiv und beziehen ihre Bestände in der Regel über die DZ Bank.
Das Angebot variiert jedoch stark zwischen den einzelnen Filialen: Manche bieten ein breites Sortiment an Goldbarren und -münzen, andere haben den Verkauf eingestellt und verweisen Kunden an Fonds oder digitale Goldprodukte.
Wer ein bestimmtes Produkt sucht oder eine größere Anschaffung plant, sollte daher vorab gezielt anfragen und die Konditionen mit denen spezialisierter Edelmetallhändler vergleichen.
Die Commerzbank und andere Geschäftsbanken haben den retail-orientierten Verkauf physischen Goldes weitgehend eingestellt und konzentrieren sich auf goldbezogene Anlageprodukte wie ETCs, Zertifikate und Fonds. Wer dort heute nach einem Goldbarren fragt, wird in der Regel an einen Edelmetallhändler oder einen Online-Anbieter verwiesen.
Bei den meisten Banken können Anleger also kein klassisches physisches Gold mehr direkt kaufen. (Indirekt) in Gold investieren oder (indirekt) in Silber investieren ist bei vielen Banken weiterhin möglich, in Form von "Gold-ETCs" und "Silber-ETFs" (Exchange Traded Commodities/Funds).
Das sind börsennotierte Fonds bzw. Schuldverschreibungen, die den Goldpreis abbilden. Als Anleger erwerben Sie dabei einen Anteil am Fonds bzw. Wertpapier, nicht das physische Metall selbst.
Bei Banken läuft das in der Regel über eine Forderung gegen die Bank, wobei diese das Gold für den Fonds verwaltet oder den Wert über Derivate absichert.
Das bedeutet: Sie sind abhängig von der Solvenz der Bank und des Fonds, denn Sie sind kein direkter Eigentümer physischer Goldbarren.
Diese verkleidete Form bietet folglich nicht dieselben Garantien wie die physischen Goldbarren, die Banken früher verkauft haben.
Wo Sie früher für den Kauf physischer Barren einfach Ihre eigene Bank aufsuchen konnten, hat sich die Landschaft in den letzten Jahren verändert. Die meisten großen deutschen Banken haben ihre Schalter für physisches Edelmetall nahezu vollständig geschlossen. Sie konzentrieren sich nun primär auf digitales Banking und digitale Anlageprodukte. Für greifbares Eigentum sind Sie auf einen anderen Anbieter angewiesen.
Über GoldRepublic können Sie weiterhin physisches Gold kaufen. Sie investieren in physische Edelmetalle bereits ab 50 € Einlage oder ab 1 Gramm. Ihr Investment wird in einem von Dritten verwalteten Tresor in der Schweiz, Deutschland oder den Niederlanden gelagert. Sie sind und bleiben rechtlicher Eigentümer Ihres Goldbesitzes und können Ihren Goldbestand und die Anwesenheit im Tresor 24/7 über Ihr GoldRepublic-Konto kontrollieren.
GoldRepublic war der erste Edelmetallanbieter in den Niederlanden mit einer AFM-Lizenz und verwaltet mittlerweile mehr als 1,5 Milliarden € an Edelmetallen für seine Kunden.
Früher konnten Sie Gold bei der Bank kaufen. Welche deutschen Banken bieten heute noch physisches Gold an, und was ist die beste Alternative?