Gold profitiert von Trumps Turbulenzen und der sich verändernden Weltordnung

Veröffentlicht am:
3.2.2026

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Gold profitiert von Trumps Turbulenzen und der sich verändernden Weltordnung

Das Goldpreis ist auch 2026 sehr stark von der Startblöcke geschossen. So mächtig Kursbewegung Das Edelmetall verdankt seinen Namen den enormen geopolitischen Turbulenzen, die sich seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten beschleunigt haben. Wir sehen, wie die Zinssätze steigen, der US-Dollar sinkt und Investoren und Zentralbanken gleichermaßen Gold als sicheren Hafen zuwenden.

Wir sehen diese Marktbewegungen nicht zum ersten Mal. Ebenfalls im April 2025 wir haben etwas Ähnliches gesehen, auf dem Höhepunkt des Trump-Handelskrieges. Doch dieses Mal fühlen sich die Bewegungen fundamentaler an. Es fühlt sich an, als würden wir beobachten, wie eine neue Weltordnung entsteht.

Die Märkte reagieren auf eine sich ändernde Weltordnung

Was wir seit Beginn von Trumps zweiter Präsidentschaft gesehen haben, ist eine Beschleunigung der Neupositionierung des Kapitals. Wir sehen eine Welt, die immer unklarer wird. Eine Welt, in der der Fokus weniger auf den Vereinigten Staaten liegen wird. Kein abrupter Bruch, keine Panik, sondern eine allmähliche Veränderung der Weltordnung.

Wo sehen wir das zum Beispiel? Nun, zu der Tatsache, dass die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen steigt, während gleichzeitig der Dollar schwächer wird und Gold steigt. Diese Kombination ist ungewöhnlich. Normalerweise würden Sie einen stärkeren Dollarkurs erwarten, wenn die Zinssätze in den Vereinigten Staaten steigen, und das sollte zu einem niedrigeren Goldpreis führen.

Wenn die Zinssätze für Staatsanleihen steigen, sollten diese Vermögenswerte theoretisch zu einem attraktiveren sicheren Hafen für Anleger werden. Jetzt sehen wir das nicht, und die Anleger setzen trotz höherer Zinssätze für Staatsanleihen auf Gold.

Diese Bewegung zeigt uns, dass Anleger nicht in erster Linie nach Renditen suchen, sondern nach Schutz. Der Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen scheint daher hauptsächlich auf mehr Unsicherheit zurückzuführen zu sein. Infolgedessen verlangen Anleger eine höhere Gebühr, um Geld für einen längeren Zeitraum in US-Dollar zu parken.

Jahrelang war Amerika das natürliche Zentrum der Finanzwelt. Doch Donald Trumps politische Entscheidungen und finanzielle Maßnahmen, wie das Einfrieren der russischen Reserven im Jahr 2022, haben die Länder auf die Gefahr einer Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten aufmerksam gemacht.

In einer solchen Welt entscheiden sich Anleger dafür, ihr Kapital „fairer“ auf der ganzen Welt zu verteilen, d. h. in verschiedenen Landeswährungen. Aber auch Sachanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gold und Industriemetalle sind nicht nur Wirtschaftsgüter, sondern auch strategische Ressourcen.

Wir sehen eine Neupositionierung in einer Welt, in der die Gewissheiten abnehmen. Die folgende Grafik fasst diese Situation gut zusammen. Wir sehen einen Anstieg der 10-Jahres-Renditen und eine Abschwächung des US-Dollars, während Gold und Rohstoffe an Boden gewinnen.

Der Wandel der Weltordnung erreicht auch den Finanzmarkt. Quelle: TradingView

Stehen wir vor dem Ende des US-Dollars?

Es ist jedoch übertrieben zu sagen, dass dies auf das Ende des US-Dollars hindeutet. Die neue Realität geht nicht mit einem abrupten Absturz oder akutem Stress einher, sondern mit einer relativ allmählichen Umverteilung des Kapitals. Die Anleger reduzieren ihre Konzentration in den Vereinigten Staaten und entscheiden sich häufiger für Gold und andere Rohstoffe.

Nicht aus Panik, sondern als Vorbereitung auf eine Welt, in der geopolitische und wirtschaftliche Gewissheit etwas weniger offensichtlich ist.

Woher wissen wir, dass wir wahrscheinlich nicht mit dem Ende des US-Dollars rechnen? Nun, weil die Zinssätze auf dem Markt für US-Staatsanleihen nicht explodieren. Die 10-Jahres-Rendite zum Beispiel ist heute niedriger als 2023, und wenn die Anleger tatsächlich das Ende des Dollars kommen sehen würden, würde niemand 10-jährige Staatsanleihen zu einem Zinssatz von etwas mehr als 4 Prozent kaufen.

Dann würde der Markt wahrscheinlich 10, 20 oder sogar 30 Prozent verlangen. Wir erleben also höchstwahrscheinlich nicht das Ende des US-Dollars, sondern eher die Geburt einer neuen Realität. Eine Welt, in der der Fokus etwas weniger auf den Vereinigten Staaten liegt und es für Anleger wichtig ist, das Kapital besser zu verteilen.

Und in einer Welt, in der die Unsicherheit zunimmt, steigt auch der Wert eines politisch und wirtschaftlich unabhängigen Vermögenswerts wie Gold. Genau das sehen wir. Deshalb Investoren Gold kaufen, und nicht wegen der Überzeugung, dass der US-Dollar heute oder morgen fallen wird.

Fazit

Gold hatte im Jahr 2026 aufgrund der zunehmenden geopolitischen Unsicherheit seit Trumps zweiter Amtszeit einen starken Start, was Investoren und Zentralbanken dazu veranlasste, Gold erneut als sicheren Hafen zu wählen. Die Kombination aus einem schwächeren Dollar, steigenden Zinssätzen und dennoch steigendem Gold deutet auf einen allmählichen Wandel hin zu einer neuen Weltordnung hin, in der Schutz wichtiger wird als Renditen.

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